Berichte 2005
SCR Region
Stuttgart
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SLP-FOLKSFREUND 4.SLP-Lauf 2005, Stuttgart Nikolausrennen 2005 Wird Stuttgart eingenommen? Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus, so auch das diesjährige SLP-Finale im Rahmen des stuttgarter Nikolausrennens. Der SLP konnte schon zum Finale erneut auf eine sehr erfolgreiche Saison zurückblicken. Es gab volle Starterfelder, spannende Rennen, dramatische Pannen so sollte auch das Finale die eine oder andere Überraschung bereit halten – für die Einen positiv, für die Anderen negativ……… Am Freitag war bereits ab 13.30 Uhr freies Training möglich und viele der Teams waren früh angereist, um möglichst viele Testkilometer sammeln zu können. Entgegen der allgemeinen Erwartungen von einem sehr hohen Grip Niveau – wie in Stuttgart üblich – rutschten die Autos noch ziemlich heftig. Ursachenforschung ergab, dass neue Mieter in das Industriegebäude einzogen und die übrigen Firmen ebenfalls für eine offene Zugangstür sorgten. Die niedrigen Aussentemperaturen und die starke Zugluft erzeugten eine geringe Temperatur auf der Bahn und somit für geringen Grip. In einer Hauruckaktion und unter Einbindung aller machbaren Ressourcen, wurde kurzerhand ein Heizgebläse organisiert, das am Freitag und am Samstag sozusagen einen Heißluftpuffer zwischen Treppenaufgang und Bahnraum aufbaute. Der Grip stieg entsprechend an und die Zeiten wurden mit zunehmendem Betrieb auf der Bahn besser. Im freien Training wurden nun Zeiten gefahren, die im sehr schnellen Bereich lagen. Das Jägerteam und die No Limits waren mit sehr flotten 6,4ern unterwegs. Von den Heimteams war noch nicht viel zu sehen. MCW-Racing ließ sich dann erstmals auf der Bahn sehen und glänzte mit konstanten 6,4er Zeiten. Von Slotracing XL sickerte durch, dass ein extrem schnelles Auto gebaut worden war, das in seinem Rollout für Furore und bleiche Gesichter gesorgt hatte, da es auf Anhieb einen neuen Streckenrekord mit 6,260 Sekunden und recht konstanten Zeiten im 6,2er bis niedrigen 6,3er-Bereich brannte. Das Auto war im freien Training zwar mit 6,404 Sekunden das Schnellste, doch das Team war einigermaßen enttäuscht, da hier keine Rekord- oder Fabelzeiten machbar waren. Der Motor ließ zudem in der Leistung nach und so wurde noch kurzfristig ein anderes Aggregat implantiert – denkbar ungünstige Voraussetzungen………. In der Zwischenzeit wurde mit der technischen Abnahme begonnen. Martin Friemann und Torsten Ulrich prüften die Fahrzeuge genau und waren recht zügig durch. Ein vorn links zu tief hängendes Chassis, zu schmale Vorderräder und eine geringfügig zu breite Hinterachse waren die einzigen Punkte, die es zu beanstanden gab. Ralph Seif, Patrick Brau und Didi Schmeer besserten rasch nach und so konnte man mit dem Quali beginnen. Die ausgeloste Spur 2 hatte noch nicht sonderlich viel
Grip und die Bahn war nach der halbstündigen Pause während der Abnahme auch
wieder etwas abgekühlt. Am besten kam damit Roland Tögel vom Team TST
Austria zurecht und fuhr eine saubere Pole. Knapp dahinter Kevin Krollmann
von den No Limits. Das Jägerteam mit Mark Kiefer, Ergebnis Qualifying auf Spur 2:
Man durfte nun gespannt sein, wie sich die Verhältnisse im Lauf des Rennens entwickeln und wie sich die Teams nach dem Regrouping sortieren würden. Die erste Startgruppe war besetzt mit den Teams Powerbridge, Red Lampions, No Time Racing, Team Optimist und Hot Slot SRC Neuffen. Schon vom ersten Turn an machte die „Fahrgemeinschaft“ aus München und Neuffen keinen Hehl daraus, dass sie diesen Lauf beherrschen wollen. Holzbahnneuling Alex jagte den flotten Porsche 956 sehr sicher und richtig schnell um den Kurs und sorgte dafür, dass das Team schon mit einem ordentlichen Vorsprung in den 2.Turn einbiegen konnte. So gings auch weiter für das Team. Alle Fahrer trugen ihren Teil zum Erfolg bei und glänzten mit sauberen Fahrleistungen. Dahinter reihte sich die Truppe von No Time Racing ein. Der blaue Jaguar konnte aufgrund erschwerter Anfahrtsbedingungen kaum mehr abgestimmt werden und so durfte man sehr zufrieden sein, dass das Auto im Renntrimm noch so eine gute Performance erzielte. Patrick, Lukas und Andreas bewegten die Kiste solide und flott, suchten ihr eigenes Limit und brachten den Wagen sicher durch Heat 1. Team Optimist musste mit dem Handicap antreten, dass ein Fahrer erkrankt war und sie somit nur zu Zweit antreten konnten. Ein Abzug von 10 Runden wurde von vorn herein mit der Rennleitung abgstimmt, um dem Thema „Mindestfahrzeit pro Fahrer“ gerecht zu werden. Thomas und Michael machten das Beste aus der Situation und fuhren Meter um Meter zwischen sich und die Teams Powerbridge, sowie Red Lampion. Der Toyota GT one machte dabei eine sehr gute Figur und wenn man sich überlegt, dass die Bestzeit des Teams auf der langsamen Spur 1 erzielt wurde und mit 6,724 Sekunden zudem noch sehr flott war, dann scheint noch einiges an Steigerungspotenzial für die kommende Saison vorhanden zu sein! Powerbridge war mit einem neu aufgebauten Porsche 962 am Start. Ralph Schniz, Marko und Oliver hatten viel Zeit und Mühe in Karosse und das neue Chassis gesteckt. Irgendwie wollte es dann aber doch nicht so richtig und die Jungs mussten ein weiteres mal unter ihren Möglichkeiten fahren. Die genaue Ursache für den fehlenden Speed war bei Redaktionsschluss noch nicht bekannt. Die Red Lampions hatten einen flotten Porsche 962, aber im ersten Durchgang noch etwas mit der Bahn zu kämpfen. Zudem war ebenfalls kurzfristig ein Fahrer krank geworden und bis kurz vor Rennstart lebte man ebenfalls mit der Gewissheit, dass man erstmal den 10 Runden Abzug hinterher fahren muss. Mit dem ursprünglich als Zuschauer anwesenden Bob Clark konnte dann aber noch äusserst kurzfristig ein dritter Mann am Regler gewonnen werden. Dieser benötigte natürlich eine gewisse Zeit um sich einzugewöhnen. Nach dem ersten Durchgang wars noch der letzte Platz, aber es deutete sich an, dass man im zweiten noch was reissen wird. Die zweite Startgruppe hatte es dann schon in sich. Das amtierende Meisterteam 2005 Dr. Slot war ebenso vertreten, wie die stuttgarter Vorjahressieger Slotracing XL (damals noch Spätzles-Power). Ebenso in diesem Lauf mit KNAX und slotart zwei weitere Heimteams und die kurzfristig gebildete und mit einem top Fahrzeug aus Trier bestückte Truppe der SG Stern. Slorart fuhr hier ein eigenes Rennen, glänzte mit einer super fairen Fahrweise und verbesserte den 10. Startplatz im Rennen auf einen feinen 9.Platz. Solide Rundenzeiten, keine unnötigen Crashs und souveräne Fahrleistungen, waren Ursache für diese gute Leistung. Davor balgten sich KNAX und die SG Stern um jeden Zentimeter Bahn. Je nach Spur lag mal das eine, mal das andere Team vorn. Es war ein ständiges hin und her. KNAX hatte die besseren Bahnkenntnisse UND den schnellen stuttgarter Clubjunior Markus Fessler, die SG Stern das sicherere und schnellere Auto. Am Ende hatte KNAX die Nase ganz leicht vorn mit gerade mal 25 Teilstücken, was ungefähr 9 Metern entspricht. Dr. Slot haderte mit dem Auto, wobei die Ursache wohl Reifen mit zu hohem Grip waren. Der Motor war glühend heiss und das Auto nicht wirklich sicher zu fahren. Der Tipp von einem Stuttgarter Fahrer, doch die Reifen zu tauschen brachte dann zunächst etwas mehr Konstanz in den Rundenzeiten und auf den beiden letzten Spuren dann noch richtig glänzende Fahrergebnisse, bei denen Didi Schmmer deutlich der Spaß an der Sache anzumerken war. Er auf Spur 3 gegen den Heimascari TOU auf Spur 2 brachte einige Minuten lange Duelle, die sicher sehenswert waren. Da war noch was drin für die zweiten 100 Minuten. Ganz vorn zog Slotracing XL seine Kreise. Den sauberen Start besorgte Bini Binanzer auf seiner Stammspur 3 mit 181 Runden. Reiner konnte mit 6 Runden Plus übernehmen und packte noch ein bisschen was drauf auf Spur 5. Die Spuren 4 und 2 brachten die Bestleistungen des kompletten ersten Durchgangs mit 184 und 183 Runden. Auf Spur 1 hatte http://www.rennbahnhaus.de/ Chef Mike Hankele vom Teamchef den Auftrag erhalten auf Sicherheit zu fahren und kein Risiko einzugehen. Dazu bleibt nur eins anzumerken – Auftrag voll erfüllt! Was die 905,46 Runden wert sein sollten, musste der nächste Lauf der Top-Qualifyer zeigen. Mit den No Limits (slotracing auf international höchstem Niveau), TST Austria (Top-Team des SLP), Jäger-Team (mehrfache Sieger von SLP-Rennen) und MCW-Racing (DAS favorisierte Heim-Team) war höchste Qualität am Start. Angereichert wurden diese 4 mit dem Highwaystar-Team, das in unterschiedlicher Besetzung im Umkreis von Stuttgart schon einen hervorragenden Ruf erworben hat und sicher nicht zu unrecht in dieser Startgruppe gelandet ist. Die ersten Runden zeigten schon, dass der Wert aus dem Lauf zuvor von kaum einem der Teams überboten werden kann. Zeiten im Bereich von 6,5 und 6,6 waren nicht schnell genug. Einzig MCW-Racing zog den Hahn zur Mitte des zweiten Turns nochmal richtig auf und steigerte sich von Spur zu Spur. Im Lauf selbst hatten sie eine recht klare Führung eingefahren. Bis zur letzten Spur sah es nach einer sehr engen Kiste zur Halbzeit zwischen MCW und Slotracing XL aus. Nur mit einer absoluten Glanzleistung von 181 Runden auf der schwierigen Spur 1, konnte Chris Hotz das Blatt zu Gunsten von MCW wenden. Die No Limits hatten im ersten Durchgang ebenfalls 3 mal Werte von mehr als 180 Runden auf dem Monitor stehen und lagen auf einem gesicherten 3.Platz. Kevin musste heftig und oft am Hahn ziehen, denn Teamchef Peter Oberbillig hatte ihm ein paar feine Spuren ausgesucht, die zudem den Vorteil hatten, dass sie bei ungünstiger Konstallation unmittelbar aufeinander folgten, was 60 Minuten Fahrzeit am Stück bedeutete. Kevin hatte das allerdings ganz gut im Griff – sehr zur Freude vom Teamchef Peter und dem Physiotherapeuthen Martin B. Der Highwaystar zeigte auch hier eine grandiose Leistung und fuhr satte 884 Runden, was einen deutlichen 4.Platz bedeutete. Einziger Wermuts-Tropfen war ein Crash kurz vor Ende des ersten Durchgangs, dessen Auswirkungen kontrolliert werden mussten, was Rundenverlust bedeutete. Hinzu kam, dass ein verbogener Hinterachsträger diagnostiziert wurde, der dann gleich zu beginn von Heat 2 repariert werden musste und wieder Rundenverluste nach sich ziehen würde. TST Austria, von denen man regelmäßig souveräne und hochklassige Leistungen gewohnt ist, haderten arg mit dem hohen Grip. Das Auto wollte absolut nicht so, wie es sich die Tögel-Gang vorgestellt hatte. Selbst Teamchef Roland hatte massive Schwierigkeiten mit dem übermütigen Fahrverhalten des Wagens. Kleinere Reparaturen, Reifenwechsel und weitere Änderungen kosteten viel Zeit. Das Team wurde aus den Top 5 in die letzte Startgruppe gespült und musste sofort im Anschluss an diesen Lauf wieder ran, um den zweiten Heat in Startgruppe 3 in Angriff zu nehmen. Der Zwischenstand nach dem ersten Heat (100 Minuten):
Nach dem Regrouping ergaben sich ein paar kleinere Verschiebungen und die Startgruppen sahen teilweise leicht verändert aus. Die Startgruppe 3 durfte nun wieder als erste ran und es bestand kein Zweifel daran, dass TST Austria hier die Messlatte bilden würde. Roland, Andreas und Michael hatten noch ein paar kleine Veränderungen am Setup vorgenommen und nun rannte der Nissan auch wieder ganz ordentlich. Top-Zeiten waren zwar keine drin, aber die erbrachten Rundenzahlen und die Insgesamt 879,4 Runden in Durchgang 2 waren schon mal ein Wort. No Time Racing waren erneut flott und sicher unterwegs. Ein bisschen konnte man den Eindruck gewinnen, dass hier schon auf Ergebnis halten gefahren wurde, denn das davor platzierte TST Austria zeigte schon auf den ersten Metern, dass ein Angriff nicht möglich sein würde und man nach hinten zu den Optimisten eigentlich nur abzusichern brauchte. So blieben die Jungs dann auch ungefähr 6 Runden unter dem Wert des ersten Durchgangs. Die Optimisten hingegen hatten noch nicht ganz aufgesteckt – ein bisschen was sollte da schon noch gehen und so wurde auf kontrollierten Angriff gesetzt. Thomas und Michael entlockten dem GT one satte 12 Runden mehr als im ersten Heat. Sie verkürzten den Abstand damit noch deutlich, kamen aber nicht mehr an No Time Racing vorbei. Powerbridge und Red Lampion fighteten unterdessen um den vorletzten Platz. Die Powerbridgler hatten auf ihrer letzten Spur noch ein kleineres Problem und verloren dabei ungefähr 18 Runden. Dies führte azu, dass Red Lampions noch vorbeiziehen konnte und somit ist klar, dass dieses Team nächstes Jahr definitiv unter einem anderen Namen antreten muss ;-)) Startgruppe 2 war um 2 Teams verändert. Das Jägerteam war nach hinten gerutscht und Hot Slot SRC Neuffen hatten sich nach vorn gearbeitet. Vorn an der Spitze brannte Dr. Slot auf und davon. Das Auto zeigte nun, was wirklich in ihm steckt und auch die Fahrer hatten nun sichtlich mehr Freude am Slotsport. Die bisherige Tagesbestzeit von 6,438 Sekunden unterbot Didi auf der Spur 4 und legte eine 6,430 als neue Messlatte vor. Die 899,1 Runden waren der viertbeste Wert des gesamten Tages und mit dieser fulminanten Leistung verbesserte sich das Team sogar noch von Platz 8 auf 4. Da muss man nicht mehr nachdenken, ob dies ein würdiger SLP-Siger 2005 ist. Ein weiteres Highlight zeigte die SG Stern mit dem trierer Mazda. Mit souveräner Reglerakrobatik gelang ein guter Wert nach dem anderen. Nicht nur die Rundenzahlen stimmten auf allen Spuren, sogar im Bestzeitenbereich wurde noch eine 6,448 abgeliefert, was auch mit einem Top-Auto ein super Wert ist. Slotart waren ebenfalls sehr gut unterwegs und über alle Spuren prima besetzt. Martin Hinzer hatte dem Team ein prima Auto hingestellt und mit konstanten Rundenleistungen wurde der Wert aus Heat 1 nochmal um satte 7 Runden übertroffen. Hot Slot SRC Neuffen konnte nicht mehr ganz an die Leistung des ersten Durchgangs heran reichen und lieferte im Ziel knappe 6 Runden weniger ab als zuvor. Dennoch ein glänzender Einstand einer super sympathischen Truppe von der man hoffen darf, dass sie nächstes Jahr die ganze Saison absolviert. Und das Jägerteam??? Ach herrje, was soll der geneigte Beobachter dazu schreiben. Die komplette Fahrt glich eher einer Werbeveranstaltung für Produkte der internationalen Klebstoffindustrie. 10 Runden fahren, 10 Runden Karosse kleben, 20 Runden fahren, Karosse kleben. Man war schon geneigt den Jungs den Tipp zu geben, eine neue Karosse zu kleben und zu lackieren, der Rundenverlust dabei wäre bestimmt auch nicht größer gewesen…….. Es war ein Trauerspiel dieses starke Team dabei beobachten zu müssen, wie sie mehr mit Sekundenkleber, Aktivatorspray und Tape beschäftigt waren, als damit am Hahn zu ziehen. Da war leider nicht viel zu holen und der erhoffte 3.Platz in der Gesamtwertung war mit diesem Rennergebnis dahin! Und nun sollte die Entscheidung über den Sieg fallen. Eine gewisse Nervosität war denn auch irgendwie auszumachen. Die beiden eng beieinander liegenden Heimteams standen am Start auf den Spuren 3 und 4 direkt nebeneinander. Die No Limits hatten es sich auf Spur 2 gemütlich gemacht, der Highwaystar stand mit Startfahrer Dieter Gugel rechts von Slotracing XL auf der 5 und die Spur 1 hatte KNAX eingenommen. Martin Friemann hatte den besten Start und bog als Erster in die Rechtskurve. Knapp gefolgt von TOU und Kevin. Die Teams auf den Aussenspuren hielten sich hier schon etwas zurück und man hatte das Gefühl, dass sie keinen rennentscheidenden Crash verursachen wollten. Die beiden gelben Jaguars aus Stuttgart fuhren nun ausserordentlich gut, wobei der Slotracing XL-Jaguar mit den neuen Gripverhältnissen noch einen Tick besser zurecht zu kommen schien, als der MCW-Bolide. Meter um Meter konnte sich TOU absetzen und stemmte den neuen Tagesbestwert von 185 Runden. Kevin hatte unterdessen im Laufe des Turns die Bestzeit auf 6,401 Sekunden nach unten geschraubt, doch auch da konnte Slotracing XL noch kontern und eine 6,361 ins Holz stemmen. Eine leichte Tendenz war also nach der ersten Spur erkennbar, doch war Slotracing XL eben auch auf der schnellsten Spur gestartet und somit noch vieles möglich. MCW (182 Runden) und No Limits (183 Runden) waren noch in Schlagdistanz. Highwaystar hatte bei der notwendigen Hinterachsreparatur ca. 20 Runden verloren, doch mittlerweile das Rennen wieder in sehr flottem Tempo aufgenommen. KNAX brachte es auf Spur 1 auf 171 Runden. Schon im Vorfeld des Laufes war man etwas unglücklich, dass man sich nun mit der schnellsten Stargruppe messen müsste, doch die Jungs waren hier absolut abgekocht, sind ihr eigenes Rennen souverän gefahren und haben sich aus allem sonst herausgehalten. Spur 2 brachte noch einmal 185 Runden für Slotracing XL und da der Abstand auf No Limits (8 Runden zurück), sowie MCW (9 Runden zurück) schon recht deutlich war, konnte man von einer kleinen Vorentscheidung sprechen. Die dritte Spur (die 1) und seitens XL war nun eher die Defensivabteilung gefordert. Bei MCW wurde von Teamchef Martin F. zur Großoffensive geblasen und er reduzierte den Rückstand wieder auf machbare 4 Runden. Die No Limits genau dazwischen, aber mit dem Handicap von 9 Runden aus dem ersten Durchgang. Die vierte Spur absolvierte Bini für Slotracing XL, Chris für MCW und Martin B. für die No Limits. Chris und Bini fuhren jeweils 183 Runden und konnten ein Polster von jeweils 9 Runden auf Martin herausfahren. Jetzt sollte die Stunde der Wahrheit kommen. MCW auf Spur 1, Slotracing XL auf Spur 5 (beide nicht unbedingt schnelle Spuren) und No Limits auf der absolut schnellsten Spur 4. Peter O stellte sich Reiner Bock und Chris Hotz. MCW wurde genau an der Stelle hart vom Schicksal gebeutelt und musste ein defektes Spurzahnrad ersetzen. Der Rundenverlust war dabei nicht mehr aufzuholen und die No Limits zogen an ihnen vorbei. Peter und Reiner lieferten sich nun noch einen nett anzuschauenden Zweikampf im Parallelflug auf den Spuren 4 und 5, den Reiner knapp für sich entscheiden konnte. Die letzten 2 Minuten bestand ein so großer Abstand zwischen Platz 1 und 2, dass der Rennsieg selbst bei Stillstand nicht mehr zu nehmen gewesen wäre und genau diese letzten Runden genoß der Slotracing XL-Teamchef in vollen Zügen. Der Sieg vom Vorjahr war bestätigt und das in einem hochklassigen und spannenden Rennen, das nach dem Qualifying noch alles andere als nach einem Sieg ausgesehen hatte. Endergebnis nach dem zweiten Heat (200 Minuten):
Der Renntag in der Gesamtbetrachtung: -durch die Bank war es ein sportliches und faires Miteinander. Man half sich gegenseitig mit Tipps und Material und auch das eine oder andere aufmunternde Wort für manch gebeutelten Konkurrenten war hörbar. -die Rennen waren spannend, es gab viele Positionskämpfe und Platzierungsverschiebungen -fahrerisch ein echtes Highlight, denn wie schnell die einzelnen Teilnehmer sicher und auf Top-Niveau unterwegs waren, sucht seinesgleichen. -eine super Stimmung und der Redaktion wurde von meheren SLP-Neulingen zugetragen, dass sie selten so nett und hilfsbereit aufgenommen wurden wie hier…… -Das Rennen ging deutlich knapper aus als im Jahr zuvor -5 neue Teams in Stuttgart am Start, davon alleine 4 aus dem Großraum um Stuttgart und eines eine Mischung aus heimischen Gefilden und dem Großraum München, die alle kurzfristig eingesprungen sind. Danke dafür! Technische Betrachtung: Die Fahrzeuge sind insagesamt sehr viel sicherer geworden (auch ohne ESP, ASC-T, ABS oder sonstige innovative Entwicklungen *grins*), was sich in den zurückgelegten Runden, den Bestzeiten und der größeren Leistungsdichte bestätigt. Maßgeblich verantwortlich hierfür dürften die Entwicklungen im Chassisbereich sein, wo jedoch verschiedenste Konzepte ans Ziel zu führen scheinen. Eines haben aber all diese Entwicklungen gemeinsam – keiner hält damit hinterm Berg und es herrscht absolute Offenheit in dieser Serie. Das geht sogar soweit, dass direkte Konkurrenten, auf Anfrage mit Eigenbau-Grundplatten versorgt werden. Dass sich der SLP als Entwicklungsserie für die hersteller sieht ist auch daran zu erkennen, dass die derzeit verwendete Grundplatte aus dem Renncenter Trier (so verbaut im MAZDA, den die SG Stern erfolgreich einsetzen durfte) in absehbarer Zeit im offiziellen Plafit-Programm erhältlich sein wird. Top-Räder, Motoren oder sonstige maßgebliche Komponenten werden oftmals verliehen und auch sonst fließt das Know How an jeden, wenn er nur ein bisschen interessiert ist und gewillt ist den entsprechenden Leuten Fragen zu stellen. Selbst unter den Top-Leuten der Serie ist es normal, dass man sich gegenseitig hilft und Tipps gibt. So ist es auch für Neueinsteiger leicht hier Fuss zu fassen!! Das Drumherum: Die Organisation in Stuttgart war erneut super. Es gab keine Hektik und man merkte langsam die Routine, die bei der Bewältigung solch großer Aufgaben in Stuttgart herrscht. Reiner Bock hatte alles auf den Punkt durchorganisiert und alle wussten was ihre Aufgabe ist. Besonders hervorzuheben ist einmal mehr das perfekte Catering von Berthold Fessler und seiner Frau, die selbstlos und immer freundlich die ganzen Aufgaben ums Essen, Trinken und was sonst so dazu gehört bewältigt haben. Einfach perfekt und man darf sicher sein, dass der SRC-Region Stuttgart e.V. vom Einen oder Anderen um diese Leute beneidet wird!! Aus gewöhnlich gut unterrichteten stuttgarter Kreisen wurde der SLP-Redaktion folgendes Statement zugetragen: „Berthold und Familie?? Unverkäuflich!! Nicht für alles Geld dieser Welt!“ ;-)))) Flop des Tages: Auf einer Stufe alle Stammteams, die kurzfristig abgesagt haben. Das eine mal mehr verständlich, das andere mal weniger verständlich, aber in Stuttgart wird überlegt, ob man nicht nächstes Jahr mit Scalextric Nascars fährt, um eventuell den einen oder anderen Starter mehr anzulocken……… L (Anmerkung des Verfassers: „Jungs, das ist echt mega Panne!“) Die Highlights des Tages: Auf Platz 5 die Szene, als es in den Abendstunden
plötzlich zappenduster wurde, die Sicherung rausgepfiffen ist und aufgrund
der fehlenden Stromversorgung der Computer abgeschmiert ist. Zum Glück wurde
jede Spur einzeln dokumentiert und somit hielt sich die Hektik, sowie die
Verwirrung in Grenzen. Es ging gewohnt souverän weiter. Auf Platz 4 ist eine kleine Story am Rande zu erzählen, bei der der Slotracing XL-Teamchef seinen Fahrer Frank Bini Binanzer per Zuruf aufforderte „doch bitte gefälligst nicht einzuschlafen“ und dieser daraufhin prompt wieder eine Top-Zeit ins Holz brannte. ;-)) Auf Platz 3 sollte man auf jeden Fall erwähnen, dass uns Carsten Beierlein vorführte, wie der stuttgarter Track auch als Trockenübung hervorragend geübt werden kann. Seine körperliches Mitgehen mit dem Auto scheint hierfür eine glänzende Übung zu sein – besonders interessant waren dabei die abrupten Stopps (nein, nicht die vom Auto), wenn der Mazda mal in die Bande einschlug (kam aber selten vor!). ;-))) Es ist schwierig festzustellen, was denn nun die bessere Szene war, aber die Jury hat sich für folgende Reihenfolge entschieden….. Auf Platz 2 wird die Szene geführt, als ein anerkannt schneller und technisch begabter Sloter vom Jägerteam den Mazda einmal mehr mit Sekundenkleber klebte und die Stelle vom Kollegen mit Aktivatorspray versehen wurde. Beim zurückstellen auf die Bahn hing das Auto dann folgerichtig noch immer am Finger und man darf froh sein, dass die ganze Geschichte nicht mit einem abgerissenen Finger und in der Notaufnahme des Esslinger Krankenhauses endete……. ;-)))) Auf Platz 1 und damit das absolute Highlight des Tages liegt Oliver Wind vom Team Powerbridge, der während des 2 Heats als Einsetzer im „S“ fungierte. Klar waren die Einsetzer angehalten „Chaos“ zu rufen, wenn sie der Lage nicht mehr Herr werden konnten – so war es bei der Fahrerbesprechung auch vorgegeben worden. Dass aber ein Einsetzer die linke Hand in der Hosentasche hat, zwei Autos innerhalb von 30 Quadratzentimetern zum liegen kommen und dieser Einsetzer dann die rechte Hand hebt, „Chaos“ ruft, die linke Hand noch immer stecken lässt und dann mit rechts die beiden verunfallten Autos in aller Ruhe wieder einsetzt, das zeugt von einer ausserordentlichen Souveränität, Abgeklärtheit und einer durchaus realistischen Selbsteinschätzung, die just in dem Moment sagte: „Ok, Olli, das ist jetzt eine von den Situationen, die Du als Einsetzer nicht so einfach bewältigen kannst – zumindest, solange die linke Hand in der Hosentasche steckt!“ ;-))))) Zum Schluss gabs noch ein paar Bierchen, nette Gespräche und eine umfassende Siegerehrung mit vielen Pokalen, Urkunden und glücklichen Gesichtern. T-Shirts von HT-Motorracing für alle Serienteilnehmer, Pokale für die Gesamtwertung von Automobil-Miniaturen und viele salbende Worte von den Organisatoren für alle Teilnehmer und Helfer……………… Und hier noch ein paar Statements, die während des Renntages notiert werden konnten: Bernd Bohnet, Highwaystar zum Qualifying seines Fahrers Maco Prigl: „Oh Godd, oh Godd, Torschdn, dess hemmor nedd wella, dass ihr wäga ons jetzt nedd emm schnällschda Lauf senn! Ohje ohje, i hann a ganz schlächds Gwissa! Hedd der Marco nedd a bissle langsam doa kenna??? Der hodd doch die ganz Zeid koi seggsvieror Zeit gfahra. Ond dess au noh mit denne Roifa von Dir!! Oh duad mior dess leid!“ Joachim Welsch, Jägerteam zum havarierten Mazda: „Isch wäs ga nimma, wo isch die Kist noch kleeba soll – doh iss nix mih, wo isch was hinkleba kennd! Ähnzisch an Siemens Lufthohga odda an Böschungshobel kenna doh noch helfa!“ Mike Hankele, Slotracing XL zu Beginn des 2. Heats in seiner klassisch selbstbewussten Art: „Jungs, gebt mir meinen Regler – ich mach sie alle platt!“ Oliver Wind, Powerbridge-Racing als Einsetzer - noch immer die linke Hand in der Hosentasche: „Chaos!“ Peter Oberbillig, No Limits, als Kevin nach seinem letzten Turn mit Blasen an den Händen zurück kam: „Joh, da musste dursch – datt iss halt so im Slotracing! Hauptsache mior hann dor zweite Platz! Datt vorheilt wiedor!“ Mark Kiefer, Jägerteam nachdem er vom neuen Auto erfahren hatte, begrüßte TOU mit den Worten: „Duh bisch eh geschpätt! Kannsche glei widda geh!! Du schbinnsch wohl!“ Dieter Gugel, Highwaystar als sich ein anderer Fahrer für überrunden lassen bedankte: „Bitte sehr – immer wieder gerne!“ ;-)) Der Moderator bei der Siegerehrung: „Platz 3 für MCW-Racing mit Martin Friemann, Chris Hotz und Wolfgang Krech, dem einzigen echten 1:32er Pilot im Starterfeld, von der Körpergröße her!“ Roland Tögel, TST Austria zum leidigen Thema Motorleistung: „Komiesch – haid frohgd mih kahna, wü i mahne Modoan ahssuach, wo ma hindahea foahn!“ ;-) Im nächsten Jahr geht’s weiter im SLP und auch da wird wieder das Börnende Boxenluder berichten.
Die Redaktion des SLP-Folksboten Das börnende Boxenluder TOU
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